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Scheherazade
Ein Projekt des Fördervereins Kindermusiktheater ATZE e.V. mit der Humboldthain Grundschule

"1001 Nacht" am 29. April 2010 um 15 Uhr im ATZE Musiktheater

Die Märchen aus „1001 Nacht“ - das Erzählen und Zuhören - stehen im Mittelpunkt des Projektes „Scheherazade“. Seit September 2009 besuchen zwei Erzählerinnen und eine Theaterpädagogin des ATZE Musiktheaters regelmäßig die Humboldthain Grundschule und arbeiten mit unterschiedlichen Klassenstufen zu der Rahmenhandlung der bekannten Märchensammlung, zu den Inhalten einzelner Märchen und zum Orient allgemein. Die besondere Sprache der Märchen trainiert das Zuhören-Können als eigene Qualität und gibt Kindern einen starken Impuls, sich selbst sprachlich auszudrücken. Mit Theater, Tanz und vielem mehr will das Projekt den Kindern eine ganzheitliche Möglichkeit eröffnen, ihre Kreativität und Phantasie zu entdecken und eine eigene Ästhetik zu entwickeln. Bereits zum Lichterfest am 25.11.2009 werden Teile der bisherigen Projektarbeit in der Humboldthain Grundschule präsentiert.

Die Projektarbeit gliedert sich in zwei Phasen

1. Phase: Arbeit mit der JÜL6 (1./2.Klasse)
Oktober bis Dezember 2009

Die Klasse besteht aus 24 Kindern im Alter von 6-8 Jahren, davon sind 10 Kinder im ersten und 14 Kinder im zweiten Schuljahr. Die Zweitklässler haben bereits einige Auftrittserfahrungen.

Die Projektstunden liefen als wöchentliche Doppelstunden etwa nach folgendem Muster ab:

  • Anfangsritual
  • Einstimmung durch Gerüche, Gewürze,
  • Konzentrationsübungen
  • Bewegungsübungen, Körperhaltung, Gesten
  • Erzählphase mit Erzählthron, Gegenständen, Requisiten
  • aktives Zuhören mit Verantwortung für diese Gegenstände
  • Fragen zu unbekannten Wörtern
  • Spontanes Nacherzählen, Wiederholung, Malen
  • Improvisationsübungen
  • Schlussritual



Durch die sinnlich wahrnehmbaren Dinge der orientalischen Welt und die lustbetonten, spielerischen Wiederholungen der Geschichten aus 1001 Nacht ließen sich die Kinder gern ein auf die anfänglich neue Situation des Erzählens. Zunehmend lauschten sie aufmerksam und waren gespannt, wie es in der nächsten Woche weitergeht. Durch kleine rätselartige Nachdenkaufgaben, zum Beispiel „Was war wohl im Netz des Fischers?“ wurde diese Spannung, ähnlich wie in der Rahmenhandlung von Mal zu Mal gehalten und verstärkt. Sie hatten große Freude und Erfolgserlebnisse bei körperlichen Darstellungen und Geräuschimprovisationen zu Meereswellen und Meeresrauschen ebenso wie beim Darstellen, wie der Ifrid aus der Flasche kommt und wieder verschwindet. Die Klasse präsentierte ihre Ergebnisse einmal vor den Eltern und einmal vor anderen JÜL Klassen mit großer Konzentration und erntete beide Male schönen Applaus.

Nach dem Projekt hielt sich das Bedürfnis, auch in Zukunft Geschichten erzählt zu bekommen – genau das wollten wir in dieser Altersstufe erreichen!

2. Phase: Arbeit mit den Kindern der Tanz-AG (3./4. Klasse) und der Theater-AG (5./6.Klasse)
Januar bis April 2010

Im ersten Teil dieser Phase ging es genau wie bei den Kindern der JÜL6 darum, die ausgewählten Geschichten aus 1001 Nacht und das Potenzial des Erzählens zu entdecken. Bemerkenswert ist, dass auch diese Altersgruppe gern Geschichten erzählt bekommt und sich auf die orientalischen Märchenbilder einlässt.

Die Theater- und Tanzstunden gestalten sich nach ähnlichem Muster altersgemäß angepasst und ergänzt mit Figurenarbeit und differenzierter Szenenarbeit zur Rahmenhandlung in Kleingruppen. Inzwischen haben sich die Kinder so intensiv mit den Geschichten beschäftigt, dass sie in interaktiven Erzählspielen ihre eigenen sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten um die, für sie ungewöhnliche Märchensprache erweitern und ihre eigenen Erzähl- und Darstellungsfähigkeiten ausbilden. Zum Beispiel: Wie bewegt sich der König, der Wesir, Scheherazade, die Diener?

Die Kinder erproben sich im Zusammenspiel von Stimmeinsatz, gestischem Ausdruck und Bewegung, üben spielerisch die verschieden Ausdrucksmöglichkeiten für die Gestaltung der Figuren und machen sich im Rahmen der nun vertrauten Gruppe schon einmal mit der Vorführsituation bekannt. Nach und nach entstehen Szenen und Tanzsequenzen, die sich nun immer mehr zu einem „kompletten Bühnenprodukt“ verdichten.

Die Arbeitsergebnisse werden am 29.4.2010 um 15 Uhr auf der Studiobühne des ATZE Musiktheaters präsentiert.



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