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ATZE Theaterpädagogen in Brandenburg

Theaterpädagogisches Kooperationsprojekt des Fördervereins Kindermusiktheater ATZE e.V. und der Paul-Maar-Grundschule in Großziethen vom 30.6. - 4.7.2008

Hochzufrieden blicken wir auf eine ereignis- und erfolgreiche Projektwoche an der Paul-Maar-Grundschule in Schönefeld, OT Großziethen, zurück.
75 Schülerinnen und Schüler aus drei 4. Klassen, in einer Woche in ein Theaterprojekt zu integrieren, stellte alle Beteiligten vor eine große Herausforderung.
Der äußerst guten Atmosphäre an der Schule und der unermüdlichen Unterstützung des Lehrerkollegiums ist es zu verdanken, dass die drei ATZE Theaterpädagogen, unterstützt von drei Praktikantinnen, dieses Projekt zu einem bühnenreifen Abschluss bringen konnten.

In Anlehnung an den Roman „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling setzten sich von Montag, den 30.Juni 2008 bis Freitag, den 4.Juli 2008, die Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgruppen mit den Themen: Erste Liebe, Anderssein, Identität und Toleranz auseinander. Sie hatten die Möglichkeit unterschiedliche Darstellungsweisen auszuprobieren und neben der schauspielerischen Tätigkeit auch andere Arbeitsfelder des Theaters kennen zu lernen, z.B. Kulissebau, Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation etc.

Jeder Tag begann mit einem gemeinsamen Aufwärmtraining, danach wurde fleißig in den Gruppen geprobt und gewerkelt.

In der ersten Gruppe erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler im klassischen Theatersinne den Text von Ben liebt Anna. Rollen wurden vergeben und Szenen ausgewählt, ausprobiert und mit Leben und Sprache gefüllt. Neben den Schauspielern gab es auch wechselnde Erzähler, die das Spiel kommentierten und die Handlung vorantrieben.

Die zweite Gruppe bot einen ersten Zugang zum Maskentheater. Das Spiel ohne Worte und ohne Mimik warf einige Fragen auf: Was muss beachtet werden, wenn das Gesicht hinter einer Maske versteckt ist? Wie kann man allein durch Körperhaltung Emotionen wie z.B. fröhlich oder traurig sein ausdrücken.
Wie findet eine Unterhaltung, ein Gespräch ohne Worte statt?
Die Maskengruppe beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit den Themen: Mobbing, Ausgrenzung und Identität.

Die dritte Gruppe stellte den Chor dar, der zugleich lebendes Bühnenbild, Kommentator, Vorhang, Szenenübergang etc. war. Mit kleinen Sing- und Tanzeinlagen machte er die Übergänge zu einem wahren Vergnügen und hielt alles zusammen.

Darüber hinaus bemalte die Kulissengruppe riesige Papierbahnen mit, zu den einzelnen Spielorten passenden Motiven (Schule, Pausenhof, zu Hause) und war dafür zuständig, diese rechtzeitig auf- und abzubauen.

Nicht zuletzt wurden Einladungstexte für die Eltern verfasst, Plakate gedruckt und Interviews geführt.

Die Zusammenführung der einzelnen Gruppen, die Festlegung der Szenenfolge, das Proben der Auf- und Abgänge etc. forderte allen Beteiligten ein erhöhtes Maß an Konzentration ab. Die Anstrengung, die Aufregung, das Lampenfieber wurde mit einem tosenden Applaus nach den Aufführungen belohnt. Neben den Mitschülern, den Eltern und Geschwistern konnten wir auch die Rektorin der Schule und den extra für die Aufführung aus Berlin angereisten ATZE Theaterleiter überzeugen.
Zufriedene und stolze Gesichter sind nur ein paar von vielen schönen Eindrücken, die wir nach dieser Woche mit nach Hause nehmen.

Nach diesem geglückten Einstieg festigte sich der Wunsch nach einer kontinuierlichen, längerfristigen Zusammenarbeit, um das Zusammenwachsen von Schule und Theater, aber auch von Berlin und Brandenburg voranzutreiben.






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