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Wer oder was ist normal?


„Wer? Oder Was ist normal?“ Anders sein- Was bedeutet das? Wie reagiert die Umwelt? Ist nicht jeder ein bisschen anders? Zum Glück oder???

Zu diesen Fragen haben vom 9. bis 13. Dezember 2013 sechzig SchülerInnen der Klassen 4/5/6 d, e und f und Pädagogen der Edison  Grundschule ein Theaterprojekt durchgeführt. Dazu wurden sie von 4 Theatermitarbeitern vom „ATZE Musiktheater“ täglich von 9 Uhr bis ca. 12.30 Uhr unterstützt.

Angelehnt an die Geschichte „ Rico, Oskar und die Tieferschatten“ wurde in 4 Gruppen kennengelernt und geprobt, was man mit Körper, Stimme und Fantasie alles bewirken kann.

Folgende Workshops wurden angeboten:

A) Körper und Stimme
Hier erfahrt ihr, wie eure Mimik und Gestik und eure Stimme auf andere Personen in besonderen Situationen wirken kann. Lernt mit den Experten, diese Mittel richtig einzusetzen.

B) Tanz/ Tanztheater
Ihr lasst euch Techniken des kreativen Tanzes zeigen und probiert diese auch aus. Hier müsst ihr Lust haben, euch viel zu bewegen.

C) Theater an ungewöhnlichen Orten
Erlernt mit einer Expertin die Fähigkeiten des Präsentierens. Der Gruppenzusammenhalt wird hier eine wichtige Grundlage sein. Kannst du gut mit anderen Kindern gemeinsam?

D) Szenen mit Musik
Mit Instrumenten und der Stimme könnt ihr lernen,  Stimmungen oder Emotionen (Gefühle) zu  vertonen. Wenn ihr  gern etwas sagen möchtet, aber nicht wisst wie, dass klappt es vielleicht hier.

Diese Tage waren für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Besonders die Vorführung am letzten Tag vor Schülern aus anderen Klassen wurde zum Höhepunkt.

„Durch diese gemeinsamen Tage wurde bei vielen Schülern das Interesse für Theater geweckt. Es wird nach Ressourcen und Ideen gesucht, dies weiter anzubieten. Besonders gelungen war ein Theaterbesuch im ATZE Theater im März 2013 zum gleichen Thema. Die Schüler fanden sich wieder und konnten sich schnell mit den Schauspielern identifizieren. Kinder die Probleme durch ein unzureichend entwickeltes Selbstwertgefühl haben, konnten sich an diesen Tagen anders ausprobieren und haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Auch bei Schülern mit Lernproblemen klingen die Erfolge der Tage noch lange nach. Sie haben einen ganz anderen Blick auf das eigene ICH erhalten.  Der Grundgedanke des Projektes, etwas gemeinsam zu schaffen, wo Vorurteile keine Rolle spielen, weil man sich so nicht kannte, wurde erfolgreich umgesetzt.“
(Frau Hanka Kalus; Lehrerin der Edison Grundschule)

„Anfangs waren viele Schüler noch skeptisch, als sie von unserem Theaterprojektwoche hörten. Sie konnten sich wenig darunter vorstellen, wollten nicht mitspielen oder auftreten. Das änderte sich als die Theaterpädagogen ihre Workshops anboten. Mit ihren Methoden erreichten sie sehr schnell die Schülerinnen und Schüler. Zum Beispiel brachten die Pädagogen die Schüler dazu sich Geschichten auszudenken und vorzuspielen, an ihrer Stimme und an ihrer Körperhaltung zu arbeiten, Gefühle darzustellen und zu erraten, gemeinsam zu singen, sich zu bewegen und zu. In nur vier Tagen schafften es die Pädagogen mit den Schülern ein Stück vorzubereiten und öffentlich aufzuführen. Es war schön zu sehen, wie viel Freude, die Schülerinnen und Schüler beim Spielen hatten. Auch Schüler, die eher zurückhaltend sind brachten sich ein und probierten sich in verschieden Rollen aus. Für mich war wichtig, die Kinder in einem andern Kontext zu sehen und anders wahrzunehmen. Besonders Schüler die wenig schulischen Erfolg haben, konnten in den Workshops und besonders in der Aufführung  ihrer Stärken zeigen. Für viele Schüler war es die erste Aufführung.“
(Marco Scattone, Dipl. Sozialpädagoge/ Sozialarbeiter (FH))







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