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Blickwechsel Schule&Co

Die Spreewald Grundschule ist eine gebundene Ganztagsschule in einem sozialen Brennpunktgebiet mit extrem hohem Anteil von SchülerInnen mit Migrationshintergrund. An der Schule wird in deutsch und türkisch unterrichtet, darüber hinaus gibt es ein türkisches "Schülercafe", in dem türkische Mütter arbeiten, und ein arabisches Elterncafe.

Das Theaterprojekt soll eine Vernetzung zwischen den verschiedenen Kulturen an der Schule herstellen: zwischen den Kindern, der Schule und den Eltern, den Eltern untereinander und zwischen Schule und Umfeld. Ziel des Projektes ist es, die kulturelle Identität der Kinder und ihrer Eltern zu stärken und gleichzeitig eine Offenheit für andere Kulturen zu schaffen. Darüber hinaus soll durch das Projekt eine gezielte Sprachförderung erfolgen, die die Kommunikation zwischen den Kulturen, im Alltag innerhalb und außerhalb der Schule positiv beeinflusst.

Die Vorbereitung und Konzeptentwicklung erfolgt zu Projektbeginn durch die beteiligten LehrerInnen und TheaterpädagogInnen. Während die Schule die Kinder auf die Projektarbeit einstimmt, planen die TheaterpädagogInnen die künstlerische Umsetzung. Dritter Kooperationspartner ist der freie Jugendhilfeträger „Jugendwohnen im Kiez“, der seine an der Schule tätige Lehrerin für Arabisch-Unterricht zusätzlich für das Projekt zur Verfügung stellt. Durch Frau Abbas wird der Kontakt zu den Elterncafes und somit eine zusätzliche Sozialraumöffnung hergestellt.

Die Theaterarbeit beginnt zunächst in drei Kerngruppen (arabisch, türkisch, deutsch), die mittels Improvisation Szenen entwickeln, die sich mit der Lebenswelt der Kinder auseinandersetzen. In einem zweiten Schritt werden die Kerngruppen zusammengeführt und arbeiten als Großgruppe weiter. Die bereits erarbeiteten Geschichten werden miteinander verwoben und durch eine zusätzliche, gemeinsam entwickelte Szene zu einem „Gesamtkunstwerk“ ergänzt. Die Eltern begleiten das Projekt mit Rat und Tat. Sei es durch Hintergrundwissen und autobiografische Geschichten, sei es durch musikalische Untermalung des Bühnengeschehens, durch die Gestaltung von Kostümen und Bühne oder auch durch Verpflegung.

Am Ende des Projektes steht eine öffentliche Aufführung, bei der auch das Publikum aufgefordert ist, sich aktiv am Bühnengeschehen zu beteiligen. Da im Zentrum des Gesamt-Projektes die Sensibilisierung für andere Lebenswelten steht, werden neben der Bühnenpräsentation auch Musik und kulinarische Köstlichkeiten aus den verschiedenen Kulturen dargeboten.

Ein Abschlusstreffen mit den beteiligten Kindern und Eltern, sowie eine gemeinsame Auswertung aller beteiligten Fachkräfte schließen das Projekt ab.

Gefördert durch

– das Förderprogramm für Kooperationsprojekte der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin


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