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Pressestimmen

Ayla, Alis Tochter

„Die jungen Schauspieler ziehen die Zuschauer in ihren Bann, bringen sie zum Lachen und rühren sie zum Weinen. Etwa Hüseyin Ekici, gerade 19 Jahre alt, der im Neuköllner Heimathafen auch schon den „Arabboy“ spielt: Unbeschwert und überzeugend spielt er im Atze den „Turkoboy“, der mit Freunden frech über Mädchen flachst, sich selbst eine deutsche Freundin gönnt und dann irgendwann doch spürt, das an dieser Verteilung von Rechten etwas ziemlich ungerecht ist. Oder Tanya Ersin als „Ayla“, die ihre Eltern ebenso wie den deutschen Jungen liebt und nicht versteht, warum das nicht zusammen gehen soll. Toll ist auch Sinan Al-Kuri (ebenfalls Mitspieler in „Arabboy“), der Aylas Vater spielt. Er bildet treffend die Hilflosigkeit ab, die entsteht, wenn jemand Regeln durchsetzen soll, die er eigentlich gar nicht durchsetzen will. Das ist eine bewegende Geschichte, und besser wird sie noch durch die Musik: Lieder, die die junge Komponistin Sinem Altan (...) geschrieben hat und die Begüm Tüzemen so schön singt, dass man gar nicht Türkisch können muss, um sie zu verstehen.“
die tageszeitung

„Das Stück von Autor und Intendant Thomas Sutter und Regisseurin Nicole Oder führt das jugendliche Publikum in die Welt der türkischen Community, wo Gefühle keine Privatsache sind. (...)  Auf einer kargen Bühnenrampe (Wiebke Meier) tragen die in der Spannung zwischen Moderne und Tradition gefangenen Figuren ihre Kämpfe aus. Während Aylas Bruder Murat seine Schwester unter strenger Kontrolle hält, geht er selbst mit Cousin Hassan „scharfe Bräute“ aufreißen. Mit Witz und Energie spielt Hüseyin Ekici die Rolle des Halbstarken, der selbst schwach wird, als er der Minirock tragenden, deutschen Sarah begegnet. Dann fliegt Aylas Verhältnis auf, und aus der Dynamik familiärer Gewalt scheint es kein Entrinnen mehr zu geben. (...) Die Geschichte um Zwangsheirat und Selbstbestimmung bleibt ein brisanter Stoff.“
Der Tagesspiegel

„Autor Thomas Sutter geht der Frage nach, inwieweit Migrantenkinder der dritten Generation überhaupt eine Wahl haben, aus dem rigiden Moralkorsett ihrer Community auszusteigen. Die sensible Regie ganz nah an den Figuren (Nicole Oder, die mit „Arabboy“ im Heimathafen kürzlich einen beunruhigenden Coup landete) und das hervorragende Ensemble machen aus der Vorlage ein packendes Drama. Am Ende bleibt nur ein klitzekleiner Hoffnungsstreif. Nicht schön, aber ehrlich.“
zitty

„Am Anfang schwingt die leise Klage einer türkischen Volksweise, wunderbar gesungen von Begüm Tüzemen, über die dunkle Bühne. Sie erzählt von "fremder Heimat" und vom Schmerz fehlender Liebe, doch plötzlich durchschneidet ein Schuss die Stimmung, eine Meute türkisch-deutscher Jugendlicher nimmt tanzend, lachend die schräg abfallende Spielfläche in Besitz. (...) Es ist ein hochdramatischer Rahmen, den sich der Autor und "Atze"-Leiter Thomas Sutter und die Regisseurin Nicole Oder für ihr Stück "Ayla, Alis Tochter" ausgedacht haben. Und eigentlich müsste die angedeutete Tragödie um Liebe und "Ehrenmord" eine vielschichtige Auseinandersetzung zum Spielkern haben. Diese Auseinandersetzung müsste gedanklich umkreisen, was dieses "Fremdsein", an dem Hassan und Aylas Eltern so hartnäckig festhalten, eigentlich meint, und was die "Ehre" ist, von der alle sprechen. Genau das aber tut das Stück nicht, was vielleicht nicht das Schlechteste ist für ein Jugendtheater. Es lässt den Tragödienrahmen links liegen und baut einfach eine kleine, unprätentiöse Parodie auf jene gängigen Typenbilder daraus, die zu einem solchen Drama führen könnten. Heraus kommt eine recht witzige Karikatur jenes dörflich-großstädtischen Lebens, geprägt von Machotum, Bildungsferne und weiblicher Selbstverleugnung, das türkische Migranten nicht nur immer wieder aufgesetzt bekommen, sondern dass sie sich zuweilen eben selbst, auch nach 40 jährigem Berlin-Leben, noch als Maßstab halten.“
Berliner Zeitung

„Die Inszenierung glänzt und berührt durch mitreißende Musik, überspitzte Texte und treffende Klischees sowie durch das begabte Ensemble. Es gelingt dem Stück, den sozialkritischen Aspekt in einem aufwühlenden Familiendrama emotional fassbar zu machen und das Gefangensein zwischen Tradition und Anpassung, Ehre und Individualität zu zeigen. Fazit: Sehr ergreifend und authentisch“.
Berliner Zeitung, Jugendredaktion

„Das Atze Musiktheater wirft mit »Ayla, Alis Tochter«, einem mitreißenden Mix aus Schauspiel, Tanzeinlagen und Gesang, einen mal satirischen, mal melancholischen Blick in die türkisch-muslimische Parallelgesellschaft und zeigt die Mechanismen auf, die immer wieder zu Übergriffen auf Mädchen und Frauen führen. (...) Aufwühlend und spannend stellt das türkisch-deutsche Ensemble die Konflikte des Mädchens Ayla dar und erlaubt den Zuschauern einen Einblick in die psychologischen Konflikte der zweiten und dritten Migranten-Generation. (...) Durchaus selbstironisch macht man sich über die Bildungsferne vieler Türken ebenso lustig wie über die Diskussionswut der Deutschen, und dieses Klischees-aufs-Korn-nehmen gehört zu den schönsten Momenten des Stücks.“ 
Neues Deutschland

„Regisseurin Nicole Oder schafft ein Bühnenstück von dichter Atmosphäre und großem Charme. Unterstützt von musikalischen Elementen wie Live-Gesang und tänzerischen Choreographien, sowie pointierten, bisweilen herrlich bissigen, komödiantischen Szenen, erhält das Publikum unmittelbaren Zugang zu Werk und Geschichte und entwickelt schnell Sensibilität für die Emotionen und Konflikte ihrer Helden.“
Gazelle (Das multikulturelle Frauenmagazin)

„Das Stück parodiert auf eine liebevolle Art, gängige Vorurteile sowohl über die Türken als auch über die Deutschen. Gelungene und überspitzte Dialoge sorgen für heitere Momente beim Publikum. (...) Eine spannende und authentische Inszenierung mit einer überragenden Sascha Özlem Soydan als Aylas Mutter. 
Migazin.de

"Die Inszenierung zeichnet das Familienbild der deutsch-türkischen Familie Kaya, die zwischen Orient und Okzident, zwischen Gestern und Heute, zwischen Tradition und Moderne gefangen ist. Vor allem durch die Figur der Tochter Ayla - eindrücklich gespielt von Tanya Erartsin - bekommen Zuschauer von 13 Jahren an tiefe und vielfältige Einblicke in die oft zerrissene Welt der muslimisch geprägten, wertkonservativen türkischen Gemeinschaft. Eine ebenfalls tragende Rolle kommt der Musik zu. Live eingespielt, begleitet sie die oft getanzten Szenen. Dabei vollzieht sich ein spannungsreicher Wechsel zwischen moderner Popmusik, Balladen, türkischen Kunst- und traditionellen Volksliedern. Das unterstützt die Dramatik des Stückes. (...) Ein hoch aktuelles Theaterstück in einer engagierten Inszenierung.“
Märkische Oderzeitung



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