LANGEWEILE
Ich sitz hier und spucke meine Spucke,
weil ich sie nicht schlucke,
einfach von hier oben auf den Boden ,
denn ich habe Langeweile.
Meine Langeweile ist so doll,
ich frag, was soll ich denn bloß machen,
ich kann nicht einmal mehr lachen,
denn ich habe Langeweile
LUPE DER HAHN
Lupe, der Hahn, steht auf dem Mist.
Kikeriki, kiki, kiki.
Er glaubt, dass er der Allergrößte ist.
Kikeriki, kiki, kiki.
‚Ich bin ein stolzer Hahn’, kräht er,
Ich hab den schönsten Kamm.
Schaut her, wie gut ich meine Brust
vor euch aufplustern kann.
Da kommt auch schon ein kleines Huhn.
Kikeriki, kiki, kiki.
Wollte sich unter einem Baum ausruh’n.
Kikeriki, kiki, kiki.
Lupe baut sich vor ihr auf,
er macht auf Liebelei.
‚Du, mein geliebtes Hühnchen du,
leg mir doch schnell ein Ei.’
Das kleine Huhn fühlt sich beglückt.
Kikeriki, kiki, kiki.
Rennt in den Stall und drückt und drückt und drückt.
Kikeriki, kiki, kiki.
Lupe schwillt vor Stolz die Brust,
er kräht noch mal ganz laut.
Da hört man einen Riesenknall,
auch noch im Hühnerstall.
Der stolze Hahn, er hat sich überschätzt.
Kikeriki, kiki, kiki.
Ihm hat der Hochmut seine Brust zerfetzt.
Kikeriki, kiki, kiki.
Nun liegt der Lupe auf dem Mist,
als kleiner Gockelhahn
und fängt mit seinem Geprotze gleich
noch mal von vorne an.
KOCH DIR EIN EI
Glaubst du mal,
du bist allein,
ganz allein auf der Welt.
Keiner da,
der dir hilft,
keiner, der zu dir hält.
Möchtest weinen, möchtest schreien.
Möchtest nicht mehr alleine sein.
Ref: Dann koch dir ein Ei,
mach’s dir bequem,
lass deine Beine baumeln.
Guck in die Höh’,
spuck in die Spree
und deine Seele wird taumeln.
Glaubst du mal,
du bist allein,
ganz allein auf der Welt.
Keiner da,
der dir hilft,
keiner, der zu dir hält.
Möchtest weinen, möchtest schreien.
Möchtest nicht mehr alleine sein.
Ref: Dann koch dir ein Ei
mach’s dir bequem
lass deine Beine baumeln.
Guck in die Höh’
spuck in die Spree
und deine Seele wird taumeln.
ES STÜRMT UND BLITZT
Es stürmt und blitzt und pfeift und kracht.
Die Kirchturmuhr schlägt Mitternacht.
Ein Kuckuck ruft und fällt vom Baum,
Und Lupe glaubt, das alles ist ein Traum.
Doch was jetzt kommt, erschreckt ihn gleich.
Der arme Lupe wird ganz bleich.
Er ist verwirrt und weiß nicht mehr,
was soll das alles, wo kommt das nur her.
Mein Freund hör zu, ich bin der Geist,
der in dir wohnt, der mit dir reist.
Dein ganzes Leben hast du mich
ganz nah bei dir, ich bin dein zweites Ich.
Ach, hör doch auf, ich glaub dir nicht.
Ein zweites Ich, wie lächerlich.
Du bist verrückt, du hast ’nen Tick
Das alles ist ein ganz ganz mieser Trick.
Da steht er nun verloren rum,
und glaubt auch noch,
er sei nicht dumm.
Doch er ist nur ein Neunmalklug,
für ihn ist jeder Zauber Lug und Trug.
FERNSEHGUCKEN
Manche Menschen wollen immer
Fernsehgucken, Fernsehgucken,
morgens, mittags, abends immer uh, ah, uh, ah.
Und dabei knabbern sie
Salzgebäck und Erdnusskerne,
Und dabei schlabbern sie
Bier und Tee und Limonade.
Manche Menschen wollen immer
Fernsehgucken, Fernsehgucken,
morgens, mittags, abends immer uh, ah, uh, ah.
Manche machen sich’s bequem,
finden Fernsehn wunderschön.
Andre Menschen zieren sich,
finden Fernsehn widerlich.
Manche Menschen wollen immer
Fernsehgucken, Fernsehgucken,
morgens, mittags, abends immer uh, ah, uh, ah.
Manche Menschen lieben sich,
manche Menschen schlagen sich,
manche Menschen küssen sich,
manche Menschen hassen sich.
Manche Menschen haben sich gern,
andre gucken nur noch fern.
ICH GLAUBE…
Ich glaube, dass die Sonne furchtbar schwitzt.
Ich glaube, dass der Mann im Mond dort gar nicht sitzt.
Ich glaube, dass der Wind nie rückwärts weht.
Ich glaube, dass die Zeit im Flug vergeht.
Ich glaube was ich glaube,
auch wenn ich es nicht seh’.
Ich glaube was ich glaube,
auch wenn ich’s nicht versteh’.
Ich glaube, dass die Milchstraße nie durstig ist.
Ich glaube, dass das Mondkalb gerne Mondstaub frisst.
Ich glaube, dass Sterne sich gerne drehen.
Ich glaube, dass du und ich nicht alles verstehen.
Ich glaube was ich glaube,
auch wenn ich es nicht seh’.
Ich glaube was ich glaube,
auch wenn ich’s nicht versteh’.
Ich glaube, die Welt, sie ist wunderschön.
Ich glaube, sie wird niemals untergehen.
Ich glaube, dass Wolken aus Zuckerwatte sind.
Ich glaube, dass mein Papa auch gerne mal spinnt.
Ich glaube was ich glaube,
auch wenn ich es nicht seh’.
Ich glaube, was ich glaube,
auch wenn ich’s nicht versteh’.
ES GEH UM DEIN LEBEN
Es geht um dein Leben,
es geht um dein Glück,
um schlechte Gedanken
und wie du ein Stück
gelassener wirst,
nicht so schnell explodierst,
nicht andere beschimpfst
und sie sinnlos traktierst.
Glaube mir, ich mein es gut mit dir.
Bist du auch mal widerlich
Keiner mag dich so wie ich,
denn ich bin
ein Teil von dir.
DU KANNST JETZT RUHIG SCHLAFEN
Jetzt fällt draußen leichter Regen,
und der Wind, der bläst dazu.
Nur die Lerche wiegt sich leise,
und die Amsel geht zur Ruh.
Nur der Mond scheint durch dein Fenster,
guck mal, was er macht,
er winkt leise zu dir runter,
und wünscht dir gute Nacht.
Komm, du kannst jetzt ruhig schlafen,
der Tag hat Spaß gemacht.
Komm, du kannst jetzt ruhig schlafen,
nach dem Tag, da kommt die Nacht,
nach dem Tag, da kommt die Nacht.
PIRATEN BRATEN
Piraten braten, Piraten braten
an Spießen Kartoffeln,
Piraten braten
an Spießen Kartoffeln
und tragen an den Füßen Pantoffeln,
und tragen an den Füßen Pantoffeln,
und grüßen und grüßen
und grüßen die Sterne,
und grüßen und grüßen
und grüßen die Sterne
in der Ferne.
Alle Songtexte: Thomas Sutter