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Die Lieder der CD "Keine Angst"

    Keine Angst

    Manchmal liege ich im Bett
    und bin allein zu Hause
    und die Nacht fühlt sich ganz seltsam an.
    Da auf einmal hör ich was,
    mir wird angst und bange,
    unter meinem Bett liegt ein Mann.
    Ängstlich mach ich Licht,
    doch ich sehe nichts,
    denn ich weiß, Geister gibt es nicht.
    Keine, keine Angst,
    ich hab keine Angst,
    davor habe ich doch keine Angst.
    Manchmal, wenn es dunkel ist,
    schau ich aus dem Fenster,
    draußen pfeift ein eisig kalter Wind.
    Da auf einmal hör ich was,
    es knickt und knackt und knistert,
    ich bild‘ mir ein,
    daß das wohl Geister sind.
    Ängstlich mach ich Licht,
    doch ich sehe nichts,
    denn ich weiß, Geister gibt es nicht.
    Keine, keine Angst, ...
    Manchmal, wenn es dunkel ist,
    lauf ich in den Keller,
    alles ist geheimnisvoll und leis.
    Da auf einmal hinter mir
    huscht ein schwarzer Schatten,
    ich dreh mich um, „Mensch, war da nicht ein Geist?“
    Ängstlich mach ich Licht,
    doch ich sehe nichts,
    denn ich weiß, Geister gibt es nicht.
    Keine, keine Angst, ...

    Till

    Mein Freund Till,
    macht, was er will.
    So, wie sich das wohl gehört,
    auch wenn es manche
    Menschen stört.
    Er fährt Auto, jeden Tag,
    weil er schnelle Autos mag.
    Unverhofft
    kommt sehr oft.
    Wenn man stur ist wie der Till,
    wenn man es nicht einsehen will,
    Autofahren, ja genau,
    endet sowieso im Stau.
    Chor: Im Stau, im Stau,
    im Stau, da ist die Luft ganz grau.
    Im Stau, im Stau,
    im Stau, da stinkt‘s ganz widerlich.
    Autos hupen, Autos blinken,
    Autos scheppern, Autos stinken.
    Oh, mein Gott,
    soviel Schrott.
    Autoschlangen stehen rum,
    Autofahrer gucken dumm.
    Die Fahrt geht los. Die Luft ist blau,
    dahinten ist der nächste Stau.
    Jetzt macht Till,
    was er will.
    Er steigt aus seinem Auto aus,
    läuft den Weg zu Fuß nach Haus,
    zu Hause küßt er seine Frau,
    die anderen stehen noch im Stau.
    Alle Menschen wissen, sich zu küssen,
    küssen ist viel schöner –
    viel, viel schöner.
    Alles Lüge, alles Quatsch
    An jeder Ecke ein Plakat,
    weil Ariel ’ne neue Werbung hat.
    „Superweiche Wäsche kriegst du nur
    mit unserer neuen Öko-Wäschekur.“
    Alles Lüge, alles Quatsch,
    wer das glaubt, hat Matsch
    in der Birne, der ist blöd.
    Jeden Tag tönt aus dem Radio,
    ein netter Herr, der flüstert nur: „Hallo,
    wenn du für die Umwelt bist,
    fahr Opel, weil es umweltfreundlich ist.“
    Alles Lüge......
    Laß uns doch ’n bißchen Fernsehen sehen,
    oder mal ins Kino gucken gehen.
    Da siehst du Werbefilme zuhauf,
    und jeder ist heut ökologisch drauf.
    Alles Lüge.....

    Herz in die Hand

    Wenn ein Seemann seinen Kutter durch die Wellen lenkt
    und dabei ein Lied für seine Allerliebste singt,
    wenn er denkt, „das Leben wäre doch so schön,
    müßt ich nicht so oft auf Reisen gehen,
    das Leben wäre wunderbar,
    es wäre fast famos“,
    na los,
    dann mutig an dein Herz gefaßt
    und ändere, was dir nicht paßt,
    dann schmeiß die Ängste über Bord
    und fliege mit den Vögeln fort.
    Wir nehmen unser Herz in die Hand
    und tanzen durch das ganze Land.
    Wenn du jeden Tag allein in deinem Bette liegst
    und du glaubst, daß dich kein Mensch auf dieser
    Welt mehr liebt,
    wenn du denkst, „das Leben wäre doch so schön,
    würde nur ein Mensch mal zu mir stehen,
    das Leben wäre wunderbar,
    es wäre fast famos“ ,
    na los,
    dann mutig an dein Herz gefaßt
    und ändere, was dir nicht paßt,
    auch wenn nicht die Sonne scheint,
    geh raus und such dir einen Freund.
    Wir nehmen unser Herz....
    Wenn du dir nach allem, was du weißt, ganz sicher bist,
    daß die Welt ja sowieso nicht mehr zu retten ist,
    wenn du denkst, „das Leben wäre doch so schön,
    müßte diese Welt nicht untergehen,
    das Leben wäre wunderbar,
    es wäre fast famos“,
    na los,
    dann mutig an dein Herz gefaßt,
    und ändere, was dir nicht paßt,
    auch wenn mal nicht die Sonne scheint,
    geh raus und such dir einen Freund.
    Wir nehmen unser Herz.....

    Fernsehgucken

    Manche Menschen wollen immer
    fernsehgucken.
    Morgens, mittags, abends, immer
    fernsehgucken.
    Und dabei knabbern sie
    Salzgebäck und Erdnußkerne.
    Und dabei schlabbern sie
    Bier und Tee und Limonade.
    Manche machen sich‘s bequem,
    finden Fernsehen wunderschön.
    Andere Menschen zieren sich,
    finden Fernsehen widerlich.
    Schenkst du ihnen mal ein Buch,
    sagen sie: „huch“, sagen sie „huch,
    ach, igitt, was ist denn das,
    so ein Buch macht keinen Spaß.“
    Manche Menschen wollen immer
    fernsehgucken.....
    Manche Menschen lieben sich.
    Manche Menschen hassen sich.
    Manche Menschen schlagen sich.
    Manche Menschen küssen sich.
    Manche Menschen haben sich gern,
    andere gucken nur noch fern.

    Du bist das Leben

    Du bist das Leben, wie es lacht.
    Du bist der Abendstern der Nacht.
    Du bist die Sonne,
    die mein Herz beglückt,
    du machst mich noch vor Glück verrückt.
    Du bist die Kraft, die Flüsse treibt.
    Du bist der Stein, der immer bleibt.
    Du bist die Weite,
    die mir manchmal fehlt,
    du bist das Einzige, was zählt.
    Du schenkst den Farben frohes Licht
    und jedem Menschen ein Gesicht.
    Du bist die Wärme
    und der Blütentrieb,
    ich weiß genau, ich hab dich lieb.

    Mustafa

    Mustafa aus Anatolien,
    das liegt sehr weit weg, in der Türkei.
    Mustafa, er war grad ein Jahr,
    als sie von zu Haus wegziehen
    ins fremde Land, nach West-Berlin.
    Mustafa hat schönes schwarzes Haar,
    ist er mal groß, trägt er einen kleinen Oberlippenbart.
    Mustafa, er fährt jedes Jahr
    mit seiner Familie
    ins fremde Anatolien.
    Ali, Murat, Mustafa,
    leben hier bei uns.
    Aishe, Fatma, Fatima,
    ihr macht die Stadt erst bunt.
    Auch wenn‘s dumme Leute gibt,
    niemand schmeißt euch raus.
    Auch wenn‘s dumme Leute gibt,
    ihr seid hier zu Haus.
    Mustafa ist unser Fußballstar,
    keiner spielt den Ball so gut wie er.
    Mustafa, du spielst wunderbar,
    ohne dich verlieren wir sicher jedes Fußballspiel.
    Mustafa, es ist nicht so wild,
    daß du „Deutsch“ nicht richtig schreiben kannst,
    Mustafa, denn ich helfe dir,
    wenn du was nicht lesen kannst,
    das ist doch klar, dann komm zu mir.
    Mustafa hat seinen eigenen Gott,
    der wohnt da drüben in der Moschee.
    Deutscher Mann, was verstehst denn du,
    deutscher Mann, hör mir mal zu,
    laß den Mustafa in Ruh!
    Mustafa, ich kenn dich lange schon,
    du wohnst bei mir gleich nebenan,
    Mustafa, ja, ich wünsche uns,
    daß wir gute Nachbarn sind.

    Müll

    Alles, was ich nicht mehr will,
    schmeiß ich auf den Müll.
    Alles, was ich nicht mehr brauch,
    dann natürlich auch.
    Hab ich Müll,
    sei bloß still,
    mach ich damit,
    was ich will.
    Leere Tüten, Pappkartons,
    alte Zeitung, Lutschbonbons,
    Fenster auf, schmeiß ich’s raus,
    sieht’s vorm Haus ganz eklig aus.
    Kommt ein Mann,
    irgendwann,
    fängt vorm Haus
    zu fegen an.
    Leere Tüten, Pappkartons,
    alte Zeitung, Lutschbonbons,
    alles fegt er so schön weg,
    doch ich mach gleich
    wieder Dreck.
    Kommt ’ne Frau,
    alt und grau,
    sagt zu mir:
    „Mensch, Junge, schau.
    Leere Tüten, Pappkartons,
    alte Zeitung, Lutschbonbons,
    schmeißt man niemals vor sein Haus,
    denn das sieht ganz eklig aus“.
    Alles, was ich nicht mehr will....

    Ich will nicht, daß die Erde stirbt
    (Tankerführer Willibald)

    Tankerführer Willibald
    schwimmt auf dem Ozean.
    Mit einem Schiff, das ist wie er,
    ein uralter Kahn.
    Willi weiß genau,
    es steht ihm im Gesicht,
    daß beim nächsten großen Sturm
    der ganze Kahn zerbricht.
    Ich will nicht, daß die Erde stirbt,
    nicht ein kleines Stück.
    Ich will nicht, daß die Erde stirbt,
    von ihr kommt all mein Glück.
    Sie gibt mir Luft zum Atmen,
    sie gibt mir ein Zuhaus,
    sie gibt mir was zu Essen,
    stirbt sie, dann sterb ich auch.
    Da am Himmel sieht man schon,
    die ersten Wolken stehen.
    Willi wird nervös,
    denn er ist Tankerkapitän.
    Hunderttausend Liter Öl
    hat das Schiff im Bauch,
    wenn es untergeht, dann stirbt
    das halbe Meer auch.
    Blitz, Gedonner, Hagelschlag
    und Windstärke zehn,
    der Sturmwind peitscht die Wellen hoch,
    das Schiff wird untergehen.
    Die allergrößte Welle
    hat das alte Schiff verschluckt,
    und als es unterging, hat es nur
    Öl ins Meer gespuckt.
    Ich will nicht, daß die Erde stirbt.....

    Der Gartenzwerg

    Stand einmal ein Gartenzwerg
    vor einem schönen Atomkraftwerk.
    Macht es eines Tages – schrumm –,
    fiel das AKW – bumm – um.
    Und der kleine Gartenzwerg
    flüchtete auf einen Berg,
    sah von oben still hinab auf ein Massengrab.
    Alle Menschen, alle,
    toben und schreien:
    „Wir wollen das nicht.“
    Alle Menschen, alle,
    toben und schreien:
    „so geht das nicht.“
    Sprach der Chef vom Atomkraftwerk
    zu dem kleinen Gartenzwerg:
    „Oh, das tut mir aber leid
    um all die netten Leut.
    Aber, kleiner Gartenzwerg,
    vergiß doch bitte das Atomkraftwerk,
    laß uns wieder fröhlich sein,
    ich lade dich zum Essen ein.“
    Doch der kleine Gartenzwerg
    blieb viel lieber oben auf dem Berg,
    und als eine Wolke kam
    und ihn mit sich nahm,
    winkte er dem Chef zurück,
    rief ihm zu: „Du bringst kein Glück,
    und ich hoffe, daß du nie vergißt,
    das Atomkraft Scheiße ist.“

    Strom

    Es war einmal ein kluger Mann,
    der die Wissenschaft verstand,
    quarum, darum sagte er:
    „Strom kommt immer aus der
    Wand.“
    Hast du Strom,
    bist du Ohm,
    hast du kein‘,
    ist‘s gemein.
    Es sprach mal eine kluge Frau:
    „Strom fließt doch in jedem Fluß.
    Doch leider weiß ich nicht genau,
    ob ich nach ihm angeln
    muß.“
    Hast du Strom....
    Es baute sich aus Cäsium,
    ein Mann ein schönes AKW.
    Doch eines Tages macht es bumm,
    da fiel das AKW einfach
    um.
    Hast du Strom
    bist du Ohm,
    hast du kein‘,
    ist‘s gemein.

    Baden gehen im Baggersee

    Ref.: Baden gehen im Baggersee
    geht nicht mehr,
    ich hab entdeckt,
    Baden gehen im Baggersee
    geht nicht mehr,
    er ist verdreckt.
    Thorsten Kober
    ist dafür bekannt,
    daß er immer dann hilft,
    wenn niemand mehr helfen kann.
    Hast du mal mit Giftmüll ein Problem,
    Thorsten hilft dir sicher, sauber und bequem.
    Wird es dunkel,
    fährt Thorsten durch die Stadt.
    Weil er auf seinem Wagen Gift geladen hat.
    Thorsten Kober fährt und fährt durch die ganze Nacht,
    und als tags die Sonne lacht, hat er es gemacht.
    Tage später schwimmen auf dem See
    tote Fische und ein kleines Reh
    trinkt das Wasser, weil es Durst hat,
    denn es weiß noch nicht,
    daß es ein paar Stunden später tot zusammenbricht.
    Baden gehen im Baggersee
    geht nicht mehr.....




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