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Uraufführung am 26. Oktober 2019
Albirea
Ein Fantasy-Singspiel von Thomas Sutter und Sinem Altan
Mit Video-Mapping, Kammerorchester und Chor

Gut und Böse, Macht und Moral liegen im Kampf um die Vorherrschaft in der Welt. Das Pendel neigt sich mehr und mehr Richtung Egoismus, Gier und Niedertracht. Die Welt scheint der Finsternis geweiht. Da betritt ein Kind die Bühne: Albirea. Nur sie kann die Welt noch retten.

In einer archaischen Welt bestimmen drei große Geister das Geschick der Menschen. Während Draco Zwietracht sät, von den Menschen strenge Gefolgschaft verlangt und die Wörter „Warum? Woher? Wohin?“ verbietet, verleiht Auriga den Menschen mit einem Lebensstern Individualität und persönliche Freiheit. Albireo, der dritte große Geist, nimmt als Waage zwischen Glück und Unglück, Recht und Unrecht eine ausgleichende Position ein.

Als der finstere Draco fast alle Menschen auf seine Seite gezwungen hat, trifft das geheimnisvolle Mädchen Albirea im Wald auf Elnath, einen jungen Jäger aus dem Dorf der letzten Aufrechten. Nur in diesem Dorf gelten noch die alten Gesetze von Individualität, Solidarität und Gleichberechtigung. Ohne es zu wissen, ist es Albirea vorherbestimmt, den Kampf mit Draco aufzunehmen. Kann ihr Elnath helfen dessen dunkle Machenschaften aufzudecken und zu beenden? Draco und sein Spion Alkor haben den jungen Jäger allerdings schon lange im Visier und locken ihn in eine Falle…

Themen der Inszenierung

In unserem Fantasy-Singspiel mit Kammerorchester und Chor verhandelt Autor und Regisseur Thomas Sutter Themen wie Macht und Habgier, Hate Speech und Fake News, Individualität und persönliche Freiheit, Empathie und Gemeinschaftssinn für alle ab 10 Jahren. Zentrale Botschaft: „Das Wort des anderen wiegt genauso schwer wie das eigene.“ Die spannende Handlung, das aufwändige Kostümbild sowie faszinierende Figuren wie ein Flugdrachen oder ein irrlichternder Wächtergeist versprechen ein eindrucksvolles und einzigartiges Theatererlebnis.  Sutter setzt aber auch ein klares politisches Statement: In unserer Zeit sind es vor allem Kinder, die die Welt verändern können. Malala Yousafzai oder Greta Thunberg erinnern daran: Moralisches Handeln und notwendige Veränderungen für eine bessere Zukunft sind möglich und durchsetzbar!

Größte ATZE Produktion aller Zeiten – mit virtuellem Bühnenbild und Video-Mapping

In der größten ATZE Produktion aller Zeiten stehen 25 Schauspieler*innen und Musiker*innen auf der Bühne, die erstmals auch mit einem digitalen Bühnenbild ausgestattet ist. Viele Schauplätze der Inszenierung entstehen am Computer in einer dreidimensionalen Umgebung. Mit Hilfe von Projektoren gelingt es spannende Bühnenräume zu schaffen. Im speziellen Verfahren des 3D-Videomappings sind die Übergänge zwischen realem und virtuellem Bühnenbild fließend. So sind die Darsteller*innen nicht nur auf der Bühne präsent, sondern auch Teil der virtuellen Welt. Konkrete Handlungen wie ein Schuss mit Pfeil und Bogen werden auf der Videoebene fortgeführt. Wälder, die Hütten des Dorfes oder auch die fantastischen Wesen sind nicht bloß Hintergrundbilder auf einer Videoleinwand, sondern interagieren mit den Darsteller*innen und werden zu einem lebendigen Teil des Bühnen-geschehens. Für diese digitalen Welten zeigt sich Marc Jungreithmeyer (Studio6 Berlin) verantwortlich, der in Berlin besonders für seine langjährige Zusammenarbeit mit Rimini Protokoll bekannt ist.

Musikalisches Konzept

Die Handlung wird durch eine Gesamtkomposition getragen. Ein Kammerorchester, bestehend aus Streichern, Oboe, Posaune, Klavier, Percussion und diversen mittelalterlichen sowie asiatischen Zupf-und Blasinstrumenten wird in das Bühnengeschehen einbezogen und bestimmt die Impulse der Videodramaturgie. Angelehnt an alte Filmtraditionen wird das Orchester um einen Geräusche-macher erweitert, der auf der Bühne agiert und die akustische Atmosphäre live bereichert.

Die Schauspieler*innen jonglieren virtuos zwischen Gesang- und Sprechstimme und verbinden ihren sprachlichen und gesanglichen Ausdruck mit der virtuellen Welt: mal sichtbar als echte Figuren, mal als Animationsfiguren auf der Leinwand. Die Protagonisten senden ihre Botschaften mit solistischen Einsätzen. Die drei ‚großen Geister‘ werden zudem durch musikalische Motive und Einsätze aus der Familie der Bassinstrumente verkörpert. Immer wieder entstehen Chöre, die mit rhythmischen Elementen zu großen Klangkörpern wachsen.

Die Komposition befasst sich mit musikalischen Phänomenen aus verschiedenen Epochen. Sinem Altan entwickelt eine subtile Sprache, die auch Elemente der fernöstlichen und orientalischen Musikkultur aufgreift und unter anderem Beethoven zitiert. Die Beethovensche Dramatik, ausgehend von dessen stürmischen Streichquartetten aber auch der sinfonischen Spätwerke steht im Zentrum der musikalischen Entfaltung und wird neu durchleuchtet.

Sinem Altan, eine Komponistin mit „Wunderkind“-Vergangenheit, besinnt sich bei dieser Arbeit auf ihre Unbeschwertheit, die ihre frühen Kompositionsjahre auszeichnete: eine Musik, die aus dem Bauch heraus mit purer Energie Gestalt annimmt. Damit spiegelt sie ein zentrales Motiv der Inszenierung: nämlich die völlig eigene, reine und unberührte Kraft der jungen Heldin Albirea.

Buch und Regie: Thomas Sutter. Musikalische Leitung: Sinem Altan. Komposition: Thomas Sutter, Sinem Altan. Bühnenbild: Jochen G. Hochfeld. Kostümbild: Marie Landgraf. Video: Marc Jungreithmeier / STUDIO6. Premiere: November 2019



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